Wir sehen Alternativen zum geplanten Neubau

Mit den von uns vorgelegten Varianten zu einem Schulergänzungsbau, werden die steigenden Schülerzahlen berücksichtigt. Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Grundschulen insbesondere in Berlin Pankow wachsen müssen. Um jedoch ein Minimum an Bildungsqualität und unser ökologisches Schulprofil auch für die folgenden Generationen aufrecht erhalten zu können, müssen wir an der Planung und Entwicklung unseres Schulstandortes beteiligt sein.  Alle Möglichkeiten gewissenhaft müssen geprüft werden, die diese unsere Arbeitsumstände – und die Lebens- und Entwicklungsbedingungen unserer Kinder gewährleisten.

Mögliche Optionen

  • Ganz aktuell wird vom Architekten Stephan Thiele ein Konzept erarbeitet, dass mit dem Ausbau des Dachgeschosses und einem kleineren Neubau die gewünschte Fläche ermöglicht. Der Kellerausbau ist nach aktuellem Stand wirtschaftlich wahrscheinlich nicht sinnvoll.
  • Nutzung der Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule in der Schönfließer Straße 7 für eine separate Schulgründung oder Teilauslagerung der BGS. Derzeit ist lediglich eine Etage des Gebäudes von der Freien Schule Pfefferwerk angemietet. Es gibt schon eine Turnhalle und eine Aula, die bisher nur tageweise angemietet wird. Eine Erweiterung der Fläche wäre an diesem Standort bis zur Seelower Straße möglich; die Doppelnutzung einer Spielanlage für den Vormittag und den Nachmittag ebenso. Das Gebäude wird nach unseren Recherchen nicht vollständig genutzt und ist inzwischen im Inneren in einem baulichen Zustand, der ohnehin eine Sanierung notwendig macht.
    Wie gesagt, handelt es sich bei dem Gebäude Schönfließer Straße 7 um einen ehemaligen Schulstandort. Langfristig würde dieses, schon bestehende Schulgebäude, dem Ansturm der steigenden Schülerzahlen gewachsen sein. Der Bürgermeister, Herr Sören Benn, hat im Gespräch mit Frau Stiller von der Linksfraktion die Prüfung von freien Räumen im OSZ bereits besprochen. Ergebnisse stehen hierzu noch aus.
  • Die Nutzung des Geländes der Bulgarischen Botschaft zur temporären Entlastung (bei Sanierung und Ausbau der umnutzbaren Geschosse). Auf initiative Anfrage des Bundesabgeordneten Herrn Mindrup und in direkter Folge der Gespräche des Bundesabgeordneten Herrn Liebich und des Bezirksbürgermeisters Sören Benn mit dem Bulgarischen Botschafter Hr. Naidanov eröffnete sich die Möglichkeit, das Gelände westlich der BGS zumindest mittelfristig zu pachten. Konkrete Ergebnisse stehen noch aus. Ein Kauf ist jedoch ausgeschlossen.
  • Erweiterung des bestehenden Gebäudes des Umkleidetraktes wird derzeit nicht weiter verfolgt, da der Eschengraben nicht einfach überbaut bzw. umgeleitet werden darf.
  • MEBs entlang des Grünstreifens neben dem Eine noch nicht intensiv geprüfte Option.

 

Unmögliche Optionen

  • Die westliche Seite des Schulgeländes kann aufgrund einer unterirdischen Leitung nicht bebaut werden.
  • Das OSZ in der Driesener Straße wird mittelfristig voll ausgelastet sein.

 

Unsererseits wurde und wird alles getan, um die nötigen Arbeitsschritte mitzugestalten. Wir werden alle nötigen Ressourcen aktivieren, um eine vernünftige und unserem Standpunkt angemessene Lösung umzusetzen. Wir wollen diesen unseren Schulentwicklungsprozess endlich aktiv mitgestalten und sind hierbei deutlich auf die Zusammenarbeit mit den amtlichen und politischen Verantwortungsträgern angewiesen.

Da die Sanierung unseres Altbestandes in der Kosten-Nutzen-Rechnung bisher jedoch nicht berücksichtigt wurde, ist die organisatorische Gesamtbilanz unserer Schule als Voraussetzung einer vernünftigen und nachhaltigen Problemlösung unumgänglich. Ein Schulergänzungsbau unter Vernachlässigung der längst nötigen Sanierungsmaßnahmen für das Hauptgebäude ist auch unter wirtschaftlichen Präferenzen nicht nachvollziehbar.

Unter der Maßgabe menschlicher Vernunft, ökologischer Nachhaltigkeit und der Erhaltung einer mühevoll etablierten Bildungsqualität ist es nicht mehr zu verstehen, dass eine vorhandene bauliche Substanz, die als architekturhistorisch wertvoll eingestuft werden darf, jahrzehntelang vernachlässigt wird – und weiter fortgehend verrottet – während auf demselben Schulgelände ein Neubau auf dem Gelände eines ebenso historischen und unter den heutigen städtischen Lebensbedingungen einzigartigen Gartens vorangetrieben wird.