Ökogarten – ein wichtiger und seltener Lernort

An der Bornholmer Grundschule in Berlin-Pankow soll der größte Teil des Ökogartens einem Schulanbau weichen. Der Ökogarten ist vor über 100 Jahren angelegt worden. Er ist ein wichtiger Lernort. Dort finden Kurse, AGs und Hortbetreuung statt. Aufgrund steigender Schülerzahlen in Pankow wächst der Druck, auch an der Bornholmer Grundschule weitere Kinder aufzunehmen. Der Elterninitiative ist dies bewusst. Wir sehen jedoch Alternativen für den Neubau.

Details zum Ökogarten als Lernort weiter unten.

Deshalb einen 100-jährigen Garten erhalten:

Im Ökogarten setzen sich die Kinder mit ihrer natürlichen Lebensgrundlage auseinander. Sie gärtnern, imkern, ernten und genießen die Früchte ihrer Arbeit. Durch erlebnispädagogische Angebote werden alle Sinne geschult. Ein funktionierendes Ökosystems als Naturerfahrungsraum ist im urbanen Umfeld –  insbesondere zu Zeiten der rasanten Stadtentwicklung und weiteren Versiegelung von Brachen und Grünflächen – von außerordentlicher Bedeutung.

Die gewachsenen Strukturen lassen sich nicht einfach verlegen. Derzeit wird eine Verlegung des Ökogartens anvisiert. Dafür müssten Kleingärten weichen. Die Verlegung wäre zeitlich und finanziell sehr aufwändig. In der Zeit des Umbaus könnten die wertvollen Angebote für die Schülerinnen und Schüler nicht statt finden. Darüber hinaus könnten nicht alle Pflanzen umgesiedelt werden.

Deshalb keinen Neubau:

In einigen Jahren wird sich die Bevölkerungsstruktur wieder ändern. Dann wäre ein wertvolles Biotop versiegelt. Auch würde der stark steigenden Schülerzahl weniger Freiraum zur Verfügung stehen, was zu steigendem Aggressionspotenzial führt. Letzteres zeigte sich bereits, als während einer Umgestaltung des Sportplatzes weniger weniger Raum für Sport und Spiel zur Verfügung stand.

Wir sehen Alternativen.

Das passiert im Ökogarten

  • Projektarbeit im Öko-Garten erfolgt nach ökologischen Gesichtspunkten: schonende Nutzung und anspruchsvolle Erlebnispädagogik
    • Derzeit 11 Gruppen/Woche im Vormittagsbereich (Teilungsstunden, Projektarbeit),
    • Kräuterkurs (Kurssystem),
    • Pausenbetreuung,
    • Stammsitz der ganzjährigen Hort-Betreuung der 5./6. Klassen,
    • Veranstaltungsort für Angebote externer Kooperationspartner
  • Gärtnerische Betätigungsfelder
    • Insgesamt ca. 100m2 Beetfläche
    • Gewächshaus
    • Kräuterschnecke
    • Fallobstwiese
    • Baum- und Pflanzschule
  • motorische, taktile, visuelle, akustische und gustatorische Erlebnismöglichkeiten:
    • AG Bogenschießen (Dienstag 16-17 Uhr)
    • Mäuseschloß (Bauen mit Naturmaterial)
    • Fühlweg, Steinzeitauto, Tipi
    • Ohrenhöhle (Rohrtelefon, Xylophon & Donnerfaß)
    • Hexenküche (Donnerstag ist Suppentag!)
    • Mobile Bumerang-Werkstatt, Holz-Werkstatt
    • Keramik-Keller
  • Naturbeobachtung
    • Bienenhaus und Vogelwarte
    • Teich mit handbetriebenem Wasserfall, sowie
    • Rückzugsbereiche für verschiedenste Lebensformen (Insektenhotels, Igelhaufen, Krötenburg, Nistkästen, etc.)
    • Bibliothek
  • Kooperationspartner/Sponsoringpartner
    • Sozialpädagogisches Institut „Walter May“
    • Kita „Villa Schabernack“
    • Imkerverband Buch/Panketal
    • Baumschule Späth

Bildungsort Schulgarten 

Die Bedeutung von Schulgärten wird immer wieder betont:
Klassenzimmer im Grünen – Schulgärten werden rar

Bewegende Gärten – Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulgärten und auf grünen Schulhöfen

Unterricht im Schulgarten

Bildung für nachhaltige Entwicklung

In Thüringen ist der Schulgarten fester Bestandteil des Lehrplans.